Synchronisieren von Lesezeichen mit dem iPhone/iPad (2)

31. Dezember 2011

Vor ein paar Tagen habe ich über das Synchronisieren von Lesezeichen zwischen iPhone, iPad und PC geschrieben (Teil (1)). iCloud und FirefoxHome sind zwei gute cloudbasierte Ansätze seine Lesezeichen auf PC mit Firefox und iPhone/iPad auf dem gleichen Stand zu halten.

Beim ausprobieren von FirefoxHome und iCloud hat sich für mich herausgestellt, dass iCloud die bessere Lösung ist. Dadurch ist keine weitere App auf iPhone oder iPad erforderlich. Einzig auf dem PC sollte Safari und iCloud installiert sein, neben evtl.  iTunes.

Was habe ich gemacht? Und warum? Wenn man mehrere mobile Devices (iPhone,iPad) besitzt und Firefox mit vielen Lesezeichen auf seinem PC hat, so ist es stets wünschenswert auf allen Geräten mit Browser die gleichen Lesezeichen zu haben. Außerdem sollten diese immer automatisch auf dem neusten Stand sein. Mit Firefox Home als App für iPhone und iPad ist dies einfach zu realisieren. Dafür braucht es lediglich die App auf iPhone/iPad und einen Firefox Sync Account. Letzter ist kostenlos und kann im Firefox unter dem Register Sync in den Einstellungen aktiviert werden. Nach der Aktivierung muss im Firefox auf dem PC im selben Einstellungsregister ein Gerät, also das iPhone hinzugefügt werden. Beim Klick auf Gerät hinzufügen erhält man einen Code. Dieser ist auf dem iPhone in der Firefox Home App einzutippen und zu bestätigen. That’s it!

Per iCloud ist das nicht viel aufwändiger, allerdings benötige ich dieses Mal keine App auf dem iPhone/iPad, sondern auf dem PC. Benötige Apps/Komponenten sind Apple iCloud und der Safari Browsers. Als ersten Schritt sind die Komponenten auf dem PC zu installieren. Vom Firefox können die Lesezeichen als HTML-Datei exportiert werden. Im Safari ist diese Datei zu importieren. Ggf. müssen die Lesezeichen im Safari anderes organisiert werden, damit weniger Klicks für ein Lesezeichen notwendig sind.

iCloud auf dem PC in der Windows Systemsteuerung sollte jetzt konfiguriert werden. Dabei ist wichtig, dass die Lesezeichen-Synchronisierung aktiviert wird. Außerdem muss auf iPhone/iPad iCloud für die Lesezeichen-Synchronisierung aktiviert werden. Wenn das erledigt ist, kann’s los gehen. Die Lesezeichen können sychronisiert werden.

Der Nachteil mit diesem Weg ist, dass die Lesezeichen zwischen Firefox und Safari auf dem PC manuell synchronisiert werden müssen. Wohingegen der Vorteil ist, dass ich nicht zwei Apps auf iPhone/iPad brauche um auf meinen gemerkten Webseites zu surfen. Eine App, Safari. Kein App mit Lesezeichen, die einen zweite App aufruft, um die Webseite anzuzeigen.

Optimal halte ich keine der beiden Lösungen, aber ich bezweifele, dass Apple eine direkte Synchronisierung mit dem Firefox irgendwann integrieren wird. Fazit: Mittel- und langfristig ist ein Umstieg auf dem PC vom Firefox zum Safari zu erwägen.


Lync 2010 fürs iPhone/iPad

31. Dezember 2011

Microsoft hat es dieses Jahr noch geschafft seinen Lync Client für das iPhone und das iPad auf den Markt zu bringen.

Der Client sowohl auf dem iPad als auch dem iPhone ist einfach in der Handhabung, da er ohne überflüssigen Schnickschnack auskommt. Der Client ist schlicht und bietet alles was es für eine ad-hoc Chat-Session braucht.

Übersicht

  • Status ändern
    (verfügbar, beschäftigt, nicht stören, bin gleich zurück, nicht bei der Arbeit, als abwesend anzeigen, Status zurücksetzen)
  • Präsenzinformationen hinzufügen/ändern/löschen
  • Kontakte (Lync, iPhone/iPad)
  • Chats (Register offener Chat-Sessions)
  • Besprechungen (optional)

Ressourcen

Microsoft Lync fürs iPhone

Microsoft Lync fürs iPad

Bilder –> Microsoft Lync Mobile für die Apfel Franktion

 


Scripting in Windows

9. Dezember 2011

Momentan beschäftige ich mich mit Skripting. An dieser Stelle möchte ich ein gutes Buch vorstellen, das ich aktuell lese. Der Titel des Buches ist Windows Scripting lernen (Von Windows Script Host und Visual Basic Script bis zur PowerShell) von H. Schwichtenberg und bei Addison-Wesley, 4.te Auflage, ISBN: 978-3-8273-2910-3.

Das Buch deckt Grundlagen ab und bietet meiner Ansicht nach ein fundierte Scripting Grundlage mit sehr viel Praxisbeispielen. Neben den vielen Beispielen und Erläuterungen liegt eine CD mit Scripten und zusätzlichen Werkzeugen vor. Damit kann interaktiv gelesen werden: Lesen + Üben. ;)


What is scripting?

8. Dezember 2011

Scripting ist nicht Programmieren. Scriptsprachen sind meistens im Umfang nicht so reich an Umfang, wie reine Programmiersprachen. Viele Scriptsprachen sind von Programmiersprachen abgeleitet, z. B. VisualBasicScript (VBS) stammt von Visual Basic ab.

Was kann für Windows gut eingesetzt werden? Im Microsoft Windows-Umfeld können verschiedene Scriptingsprachen verwendet werden. Primär Batch und VBS, insbesondere wenn es noch um Systeme vor Windows Vista und 7 geht. Ab Windows 7 und Vista gibt es .NET bereits integriert im System ohne es zusätzlich installieren zu müssen. Daher kann ab Vista/7 mit der PowerShell gescripted werden. Der Vorteil ist, dass die PowerShell mit .NET wesentlich mächtiger ist als Batch und/oder VBS.

VBS und Batch ist ohne .NET lauffähig. Daher wird es auf älteren Systemen öfters anzutreffen sein. Vor allem bei Logonscripts o.ä.

Mit Batch bietet eine Vielzahl von Optionen und erlaubt die Umsetzung vieler verschiedener Aufgaben. Wohingegen VBS mehr kann, aber auch leicht aufwändiger ist. Komplexere Aufgaben auf alt Systemen sollten mit VBS erledigt werden. Bei neueren Windows-Versionen ist der Einsatz von PowerShell in Erwägung zu ziehen, da manches damit einfacher, trotz entsprechender Komplexität umgesetzt werden kann.

Für mich sind alle drei Skriptsprachen interessant und wertvolles Knowhow, denn bei Migrationen von alt Systemen/Programmen etc. liegen in der Regel Batch und VBS vor. Bei neuem Skriptbedarf kann die mächtige PowerShell herangezogen werden. Vor allem für die Automatisierung von administrativen Aufgaben in verschiedenen Bereichen, z. B. Windows Server, Exchange und Lync. Letztere beiden Server-Applikationen liefern cmdlets (command-lets) mit und erweitern den gegebenen Funktionsumfang um applikationseigene Funktionalitäten. Meist wird in diesem Zusammenhang von ManagementShells von cmdlets gesprochen.


Synchronisieren von Lesezeichen mit dem iPhone/iPad

7. Dezember 2011

Wer kennt das nicht: An jedem Gerät mit dem im Internet gesurft werden kann, werden Lesezeichen abgelegt. Am Ende sind überall ein paar.

Um dem Problem aus dem Weg zu gehen ist es am besten die Lesezeichen automatisch synchronisieren lassen zu können. Im Falle von iOS 5 und iCloud und Safari ist das kein Problem.

Ich habe einen Windows 7-Rechner auf dem meine wichtigen Lesezeichen im Firefox abgelegt sind. Leider nimmt iTunes oder iCloud nicht einfach meine Lesezeichen aus dem Firefox und schiebt sie brav auf alle iDevices (iPhone, iPad).

Um meine Lesezeichen überall auf dem gleichen Stand zu haben, gibt es mehrere Ansätze. Entweder muss überall Safari drauf oder über Umwege und Apps eine Sync eingerichtet werden.

Die erste Variante ist eine App (Firefox Home) und die Firefox Sync (standardmäßig in Firefox integriert) zu verwenden. Als zweite kann auf dem Windows-PC Safari installiert werden. Dabei müssen die Lesezeichen aus dem Firefox allerdings manuell als HTML-File exportiert und im Safari importiert werden. Dies hat bei meinen Tests reibungsfrei funktioniert. Zusätzlich muss beim iDevice in iTunes unter dem Register Info die Synchronisation von Lesezeichen aktiviert sein. Natürlich können Lesezeichen auch in der iCloud abgelegt werden, aber als allererstes müssen alle Schnittstellen apple-kombatibel sein.

Die Frage die an dieser Stelle auftritt ist, wie halte ich meine Lesezeichen aktuell, wenn mein PC mit Firefox und meine iDevices immer auf demselben Stand sein sollen? In diesm Fall solle die Variante über die App und Firefox Sync genutzt werden. Mit der App liegen die Daten im Prinzip in der Cloud, nicht bei Apple aber an einem zentralen Speicher im Netz. Firefox kann weiterhin genutzt werden.

Bei Erwägung den zweiten Ansatz umzusetzen sollte der Firefox meiner Meinung nach vom Windows-PC fliegen, weil beim Betrieb von Safari und Firefox sonst nur unnötig Mehrarbeit entsteht. => Um die Lesezeichen synchron zu halten müssten jedes Mal bei Änderungen ein Abgleich per export/import von HTML-Files mit Lesezeichen gemacht werden. Um dies zu vermeiden sollte der Firefox mit diesem Ansatz nicht mehr genutzt werden. Außer es werde vielleicht viele bestimmte Addons im Firefox verwendet. Sollte dies nicht der Fall sein, ist ein kompletter Umstieg von Firefox auf den Safari zu erwägen. Sobald sich alles mit der iCloud synchronisiert muss in der Regel nichts mehr eingestellt werden.

Fazit: Lesezeichen überall synchron halten –> Safari on Windows 7, please (or no thanks!?) und Lesezeichen in die iCloud syncen.

Ressourcen

http://www.cio.de/das_iphone_im_unternehmen/tipps/2230777/

http://www.cio.de/was_ist_cloud_computing/anwender/2297295/


Mit bestimmten Standards besser

5. Dezember 2011

Was sind Standards? Standards sind eine Reihe von definierten und dokumentierten Regeln und Richtlinien. Standards sind überall zu finden bzw. sollten überall zu finden sein. Was genau ein Standard ist hängt vom Kontext ab.

Weitverbreitete Standards in Unternehmen sind zum Beispiel die bestimmte ISO-Normen, ITIL und SOX. Das sind große Standards. Es gibt auch kleine, grundlegendere Standards.

In Projekten und beim Tagesgeschäft hat es sich mir gezeigt, dass mit Standards und definierten, gelebten Prozessen besser gearbeitet werden kann. Ich arbeite deutlich besser, wenn ich klare Anforderungen und Ziele habe. Doch allein diese beiden Kriterien reichen nicht. Wenn ich weiß was ich bis wann erledigen soll ist das bereits hilfreich. Wenn ich ein Raster habe, der definiert in welchem Rahmen das Ziel zu erreichen ist, so habe eine Ahnung, wie ich vorgehen soll.

Ständig während der Arbeit Kollegen fragen zu müssen, weil keine Standard für etwas vorliegt ist doppelt zeitraubend. Nicht nur meine Zeit geht durch Fragen verloren, sondern auch die eines Kollegen, wenn er/sie mir antwortet.

Wie können hier standardisierte Prozesse weiterhelfen? Wenn Strukturen und Raster gegeben sind kann mit diesen gearbeitet werden und die Verständlichkeit steigt, insbesondere wenn mehrere Personen mit ein und derselben Arbeit zu tun haben.

Ein kurzes Beispiel: Bei der Software Verteilung mit dem Microsoft System Center Configuration Manager (SCCM) und dem was dazu gehört, gibt es beispielsweise folgende Aspekte, die grundlegend zu einer leichteren und besseren Arbeitsweise, sowie zu einem produktiveren Team führen können:

  • Namenskonvention
    • Einheitliche sprechende Namen
    • SCCM Paket Source => SCCM Paket => SCCM Collections => Advertisement => Active Directory-Gruppen
  • Transparente Prozesse
    • Systematisches, strukturiertes Vorgehen
    • Nachvollziebarkeit

Weitere Standards helfen, aber wie bei allen Dingen gilt es nicht zu übertreiben. Ab einem gewissen Punkt hemmen Standards, denn wenn zu viele Abhängigkeiten bestehen könnte dies unnötig Zeit kosten. Ein Grund weshalb gewartet werden muss und Standards auch Zeit verschlingen können hängt damit zusammen, dass Standards und Prozesse Abhängigkeiten abbilden bzw. enthalten. Zum Beispiel muss zur Erstellung gewartet werden bis Berechtigungen erteilt wurden, um etwas zu tun.

Standards können helfen, Standards sind gut und bilden eine Orientierungs- und Arbeitshilfe. Das richtige Mittel ist zu finden!


Windows per iPad und iPhone fernsteuern

24. November 2011

Remotecontrol ist ganz und gar nichts neues! Trotzdem ist es super, wenn man per iPad oder iPhone (etwas klein) seine Windows-Landschaft fernsteuern kann. Eine App namens Remote Desktop Lite von MochaSoft gibt es sowohl für iPad als auch iPhone, um von diesen seine Rechner bedienen zu können.

Die App funktioniert stabil und biete eine handvoll Einstellungen für die Verbindung. Z. B. welches Port, welcher Username, welche Auflösung, … für die RDP-Session genutzt werden sollen. In der Lite Variante können mehrere Remotesessions konfiguriert werden. Eine gleichzeitige Verbindung zu mehreren Server, tabbed, ist nicht möglich bzw. ich habe in der Schnelle nicht gefunden wo.

Remoteadministration mal etwas anders!

Ressourcen

App im AppStore


Windows 8 Developer Preview – Einmal virtuell, bitte!

14. November 2011

Vor ein paar Tagen hatte ich ein bissche Zeit, um mir eine virtuelle Maschine mit der Windows 8 (x64) Developer Preview aufzusetzen. Zunächst habe ich mir Win8 DP heruntergeladen. Eine kleine VM mit einer CPU, einem Kern, zwei GB RAM und 40 GB (dyn. HDD) aufgesetzt. Die Installation auf dieser VM verlief ohne Schwierigkeiten und schnell.

Nach dem Win8 lief habe ich mir die Oberfläche angesehen. Metro halte ich für sehr gewöhnungsbedüftig. Heimanwendern dürfte dies vermutlich zusagen. Die Oberfläche bietet die wesentlichen Programme auf einen Blick. Aber ohne Touchscreen macht die Nutzung der Hubs nicht allzuviel Spaß! Glücklicherweise kann man mit ein paar Klicks und Eingriffen in der Registry Metro abschalten, allerdings ist Win8 damit eingeschränkt und gleicht auf den ersten Blick einer Win7-Installation.

Features, die mich besonders interessiert hätten, sind in der Developer Preview leider nocht nicht verfügbar gewesen. Eines dieser Features ist der lang ersehnte Hyper-V für ein Client-OS. Endlich können allerlei Maschinen ordentlich virtualisert werden, ja, richtig, auch 64-Bit-Machinen können virtualisiert werden. VirtualPC konnte dies nicht. Aber das ist kalter Kaffee. Win8 kann es, wenn es soweit ist. ;) Bis dahin bleibe ich Win7 treu.

Grundsätzlich gefällt mir Win8. Die bereits gesehenen Eindrücke sind positiv, wobei die Metro-Oberfläche durchaus gewöhnungsbedüftig ist, außer man besitzt ein Windows Phone 7.5. Ohne Touchscreen ist Metro eine Spaßbremse. Microsoft beschreitet mit Metro einen neuen Pfad. Wohin er führt ist bislang noch unklar.

In ein paar Monaten werden wir mehr wissen! :)


Information overload?

14. November 2011

Nein, so schlimm ist es nicht! Aber wer gerne viel liest und sich mit dem OCS 14 auseinandersetzt, der dürfte bist zum Launch von OCS15 brauchen, um alle Informationen über OCS14 (Lync 2010) ansatzweise durchgelesen zu haben.

Microsoft bietet unglaublich viel Material für Lync 2010. Zum einen Webseiten, Blogs, Videos, Webcasts, How-TOs, Erweiterungen aller Art, Schnittstellen für Lync, … Die Möglichkeiten scheinen unbegrenzt!

Lync 2010 ist ein starkes Stück Software und Unified Communication.

Links


PowerLAN nutzen?

13. November 2011

Wer kennt es nicht? Man stellt den PC woanders hin, vielleicht in ein anderes Zimmer und hat dort kein LAN-Dose und nur ein schwaches W-LAN-Signal. Was ist zu tun? LAN-Kabel ziehen, W-LAN-Repeater, den PC gar nicht erst in das andere Zimmer stellen (wenn möglich) oder vielleicht PowerLAN nutzen?

Gerade stehe ich vor dieser Frage. Ich kann meinen PC nicht da lassen wo er augenblicklich steht. LAN-Kabel möchte ich nur ungern legen, weil es mit sehr viel Aufwand verbunden ist, sofern es ordentlich gemacht wird. Denn um das Kabel verschwinden zu lassen sind ein paar Schlize und Löcher in der Wand erforderlich, aber daran wird es wohl scheitern, weil dadurch viele lange Schlitze durch die Wohnung gezogen werden müssten. Damit steht diese ordentliche Variante des Verlegens von LAN-Kabel nicht als umsetzbare Option zur Auswahl.

Eine andere Lösung wäre einen W-LAN-Repeater zu kaufen und das W-LAN-Signal zu verstärken, dass es am PC als starkes Signal ankommt. Allerdings sehe ich hier den Schwachpunkt, dass ich das Signal damit zu weit sende. Selbstverständlich dürfte sich das Konfigurieren lassen, aber W-LAN-Sniffer und Co. freuen sich vermutlich daran. Und 802.1x möchte ich als Home-W-LAN-User nicht nutzen, denn auch hier spricht der Aufwand dagegen. Trotz WPA2 halte ich persönlich nichts davon, einen Repeater einzusetzen und ein paar Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, lediglich damit ein PC entsprechend ein gutes W-LAN-Signal bekommt.

Alternative bleibt nur noch die Überlegung PowerLAN zu verwenden. Dabei handelt es sich um eine Technologie mit der das Netzwerksignal über das 230V Stromnetz übertragen wird. In der Regel werden dafür Adapter verwendet, die in die Steckdose gesteckt werden. Ein PC wird mittels RJ45/LAN- oder USB-Kabel mit dem Adapter verbunden und erhält das Signal über die Steckdose. Die Anbieter solcher Geräte werben mit ziemlich unrealistischen Übertragungsraten, zum Teil bis zu 1.000 MBit/s. Diese Übertragungsrate ist utopisch, allein dadurch dass bestimmte Umweltfaktoren berüchsichtigt werden müssen. Das umfasst zum Beispiel die Dämpfung und die Störung des Signals, z. B. durch andere Geräte die auf einer Phase angeschlossen sind. Ferner sind Wohnungen meistens aufgeteilt. Eine Wohnung besitzt normalerweise mehrere Phasen, dass beispielsweise die Küche, das Wohnzimmer, das Bad und der Flur etc. jeweils andere Phasen haben. Dies zeigt sich im Sicherungskasten an den verschiedenen Sicherungen, die dem jeweiligen Bereich einer Wohnung zugeordnet sind. Folglich entstehen Übertragungseinbußen, dadurch dass ein DSL-Modem bzw. -Router und die PCs auf verschiedenen Phasen betrieben werden und PowerLAN in diese Phasen übertragen soll. Es funktioniert, aber nicht mit der vom Anbieter verkauften Übertragungsgeschwindigkeit, wobei wie wir alle wissen, dass die Angaben des Produkts Laborversuchen und optimierten Berechnungen entspringen und nicht der Praxis. Bei großen Datenmengen ist vermutlich von PowerLAN abzuraten bzw. zu testen, ob es an Ort und Stelle die Anforderungen erfüllt.

Für PowerLAN braucht man keine Kabel verlegen, denn das Stromnetz ist schon da. Andererseits ist es sicherheitstechnisch auch nicht ohne Weiteres in einem Haus anzubringen, insbesondere wenn dort mehrere Parteien wohnen. PowerLAN-Adapter bringen gegebenfalls ein Verschlüsselungsmodus mit, dennoch könnten andere das Signal abfangen, denn wenn das Signal phasenübergreifend funktioniert besteht die Gefahr, dass irgendjemand im Haus einen PowerLAN-Adapter ans Stromnetz anschließt und versucht das Signal abzufangen. Jetzt kommt es auf das Haus und die Bewohner an, ob von diesen einen Risiko ausgeht oder eher nicht. Letztlich besteht hier ein ähnliches Risiko, wie beim Einsatz eines W-LAN-Repeaters: Das Signal kann abgefangen werden.

Ich werde ein Nacht darüber schlafen und dann überlegen, wie ich es für mich am besten mache. Es ist keine leichte Entscheidung, trotz der vielen Forenbeiträge und Artikel die ich zu diesem Thema im Netz gelesen habe. Ziemlich wahrscheinlich werde ich PowerLAN nehmen. :)


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