
Dieses Jahr habe ich Barcelona im August besucht, um dort Freunde zu treffen. Anderes als im vergangen Jahr, gab es sehr viele Touristen. Klar, das war in der Hauptferienzeit zu erwarten, doch die Menge hat mich vor Ort trotzdem überrascht. Denn alles war durch Touristen verstopft. Mein Glück war, dass ich nicht mehr zum Sightseeing in Barcelona war. Damit blieb mir der Touristenstress erspart.
Meinen Freunde und ich konnten damit ein weniger anstrengendes Städtchen namens Girona anschauen. Es liegt circa 100 km nordöstlich von Barcelona und kann in knapp eineinhalb Stunden mit dem Auto erreicht werden. Natürlich sollte das Auto eine Klima haben ansonsten wird die Fahrt bereits bei einer Temperatur von 28° C und der in Katalonien herrschenden hohen Luftfeuchtigkeit zu einer Tortur. Girona beherbergt um die 80.000 Einwohner. Mitten durch die Innenstadt fließt der Onyar, einer von vier Flüssen der Stadt. Dieser ist besonders charakteristisch, weil es sehr viele Brücken gibt die, die Uferseiten verbinden. Eine dieser Brücken ist von dem berühmten Bauer des Eifelturms in Paris, Herrn Eifel. Eine gewisse Ähnlichkeit der Brücke mit dem Eifelturm ist zu erkennen.

Girona: Zentrum der Altstadt, Touristeninformation
Wer keinen Reiseführer im Vorfeld gekauft hat braucht sich keine Sorgen zu machen, was man ansehen soll. Denn in der Touristeninformation kann man sich verschiedenes Informationsmaterial besorgen. Wir sahen uns ein wenig um und nahmen eine Karte für einen Spaziergang mit, die uns an die wichtigsten Spots der Stadt lotste. Sehenswürdigkeiten, die wir gesehen haben waren zum Beispiel:
- Kathedrale Santa Maria
- Sant Feliu
- Banys Arabs
- Call
- Stadtmauer (mit sagenhafter Aussicht!)
Der größte Vorteil Einheimische zu kennen ist natürlich deren Kenntnis vor Ort, die uns dazu verholfen hat ein super Essen mit allem Drum und Dran genießen zu dürfen ohne dafür tief in die Tasche greifen zu müssen. Ganz im Gegenteil. Das war spitze!
Nach einem schönen Mittagessen gegen Spätnachmittag gingen wir noch in zwei Dörfer unweit von Girona. Llafranc war die erste Station mit vielen Badetouristen am Strand und einem malerischen Küstenabschnitt mit Felsen, der auch für Spaziergänge und Seele baumeln lassen einlädt. Abschließend gab es in Llafranc in einem Restaurant Abendessen. Ebenfalls lecker.
Vor die Nacht endete und wir zurück in Barcelona waren, hörten wir uns zwei Bands in Caldes an. Eine davon ist in Katalonien sehr bekannt und bliebt. Manel. Ruhige und leicht melancholische Musik, was die Beats und den Rhythmus anbelangt. Die Lyric habe ich nicht verstanden, dazu ist mein Katalanisch noch nicht gut genug.
Nach dem Konzert machten wir uns auf den Weg, zurück nach Barcelona. Dort habe ich mich gegen Spätnachmittag mit einem weiteren guten Freund auf ein Kaffee getroffen. Am Ende meines Barcelona Aufenthalts mussten ich doch noch einmal in der Touristenmenge baden und die Wasser- und Lichtspiele der Fontaine mit Musik vor dem Schloss MNAC (Pla. Espana) bestaunen. Sehr schön, aber zu viele Touristen. 
Am nächsten Morgen nutzte ich das chaotische Netz des öffentlichen Nahverkehrs in Barcelona. Überall Baustellen. Um von A nach B zu kommen muss viel Zeit eingeplant werden, insbesondere wenn die Transportmittel gewechselt werden müssen. Was wäre Urlaub ohne einen Touristenfehler? Ich stand vor dem Bus zum Flughafen und wartete bis ich an der Reihe war zu zahlen. Tja, wie das so ist hatte ich nur einen großen Geldschein im Geldbeutel, keinerlei Kleingeld. Ausgerechnet den wollte die Busfahrerin nicht nehmen und verwies auf das Schild unter der Kasse, keine Scheine größer als 20 €. Sehr gut! Konsequenz: andere Touristen und Taxifahrer vor dem Bus fragen, ob sie wechseln können, natürlich nicht! Das Geld ist ja alles irgendwo in Barcelona und Umgebung ausgegeben worden. Als dann mit endlich die ersten Cafés öffneten war ich natürlich gleich etwas zu essen kaufen, obwohl ich keinen Hunger hatte, Hauptsache Kleingeld. Schließlich war ich zehn Minuten vor dem Boarding am richtigen Gate und der zweite Fluggast in der Maschine
Kein passendes Kleingeld, kein zweites Mal.

Pla. Catalunya (Zentrum Barcelonas)
Ressourcen:
Ampuria Urlaub Girona
Wikipedia Girona